Ein Mittwoch, oder: ein Wintertag im Herbst

Nachdem ich aufgewacht bin, gilt mein erster Gedanke heute meiner Blase: Sind die Schmerzen noch da oder hat das Antibiotikum angeschlagen? Und tatsächlich: Es hat gewirkt und ich bin sehr erleichtert, dass ich schmerzfrei bin!

Nachdem wir die Kinder geweckt haben, checken wir erstmal dort die Krankheitslage: Eins ist wieder fit, ein anderes dafür ziemlich angeschlagen und so müssen heute nur zwei Kinder fertig gemacht werden. Danach räume ich die Küche auf, gehe duschen, schmeiße die Waschmaschine an und putze endlich das Bad – das war dringend nötig und ich liebe es, wenn anschließend für kurze Zeit alles ordentlich und sauber ist. Jan kommt vom Einkaufen zurück und das Babymädchen schläft netterweise nochmal ein, sodass ich den Blogpost über unseren Bauernhofurlaub fertigstellen und hochladen kann. Danach gibt es eine Milch für die Tochter, den zweiten Kaffee für mich und im Anschluss einen Spaziergang, bei dem wir diesen wunderschönen Stein dort oben finden. Als ich wieder nach Hause komme, essen wir belegte Brötchen, ich lese ein paar Seiten und bereite den Teig für Butterplätzchen vor. Da es heute Morgen wirklich sehr kalt war und die Autoscheiben schon frei gekratzt werden mussten, war allen richtig winterlich zumute und die Kinder wollten gerne Plätzchen ausstechen und backen. Da der Teig für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank muss, sorge ich vor, doch leider ist meine Küchenwaage kaputt und meine Pi mal Daumen Kalkulation wird nicht ganz aufgehen…

Aber erstmal muss die kleine Tochter noch ein Schläfchen machen und eventuell bin auch ich für ein paar Minuten eingeschlafen, jedenfalls ist es danach bald Zeit für Kaffee Nummer Drei, den ich während der Beantwortung von ein paar kurzen Mails trinke. Als alle Kinder wieder zu Hause sind, machen wir uns direkt an die Plätzchenzubereitung, doch der Teig ist viel zu klebrig und lässt sich kaum ausrollen. Wir mehlen kräftig nach, und letztendlich wird es immerhin ein Blech Plätzchen – aber nur wenn man sehr großzügig ist. Der Rest des Teigs ist eh schon in verschiedenen Kindermündern gelandet, aber immerhin riecht es dank der zugefügten Vanille fantastisch. Nach einer etwas ausgiebigeren Teig-Abkratzaktion ist es schon zu spät für die eigentlich geplante Gemüsesuppe und so gibt es mal wieder Nudeln. Eine weise Entscheidung, denn dank des Plätzchenteigs haben die Kinder überhaupt keinen Hunger und das ‚Essen‘ wird eine ziemlich chaotische Angelegenheit. Danach starten wir früh ins Abendprogramm, denn heute habe ich noch Großes vor: Winterreifen suchen und bestellen – für nichts gebe ich weniger gern Geld aus, als für solche Notwendigkeiten – und eine ganze Serienfolge anschauen, ohne im Sessel einzuschlafen. Und was macht ihr abends für spannende Sachen, wenn die Kinder schlafen?

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