34. Schwangerschaftswoche

Keine 50 Tage mehr, sagt die App, und so langsam habe ich auch schon die gesamte Gefühlspalette in Bezug auf die Geburt durch: Vorfreude, Gelassenheit und Zuversicht wechseln sich mehrmals täglich ab mit konkreten und eher diffusen Sorgen und Ängsten und manchmal, meist spätabends, sogar kurzen Momenten der Panik (was wäre wenn…). Aber das kenne ich bereits und weiß, dass das wohl bei mir dazugehört. Meist hilft mir dann schlicht Ablenkung, denn ich gehöre eher zu den Menschen, die gerne alles genau geplant hätten, sämtliche Details durchdenken möchten und was es sonst noch so an Klischees über schwangere Akademikerinnen gibt :). Ansonsten bin ich momentan echt ganz schön langsam unterwegs. Ich ächze beim Treppensteigen, könnte dauernd schlafen und habe zwar tausend Ideen gleichzeitig, setze aber nur noch einen winzig kleinen Teil davon um. Im Bauch ist hingegen eine ganze Menge los! Ich spüre sehr viel Bewegung und habe auch den Eindruck, dass unser Baby zwischendurch mal wieder in Schräglage war, aber momentan scheint wirklich der Kopf unten zu sein. Das würde mich doch schon sehr freuen, denn die Möglichkeit einer äußeren Wendung zählt für mich zu den Eingriffen, auf die ich gerne verzichten möchte. Aber auch hier soll ja Yoga helfen und das mache ich weiterhin 2-3mal in der Woche und merke danach wirklich jedes Mal, wieviel besser es dem Rücken und Nackenbereich geht, wenn alles gut durchblutet und entzerrt ist.

Der freigeräumte Schrank im Kinderzimmer ist nun ordentlich gefüllt mit Babykleidung von Größe 44 bis 62, denn noch weiß ich wenig über das wahrscheinliche Geburtsgewicht und da kann sich ja auch noch viel tun. Während meine Tochter tatsächlich Größe 44 brauchte, passte der große Sohn nur mit Ach und Krach in 56, daher bin ich lieber auf alles vorbereitet. Mit der Familie und Freunden haben wir auch bereits über die Zeit um den möglichen ET gesprochen, aber ich hoffe weiterhin, dass es an einem ganz normalen Wochentag losgeht und wir die Kinder erstmal gut betreut wissen. Das ist wirklich ein Punkt, der mich mit am meisten beschäftigt und ich weiß, dass ich damit nicht allein bin, denn es gibt wohl kein unangenehmeres Szenario als der Gedanke daran, dass es ausgerechnet dann losgeht, wenn man gerade mit drei Kindern alleine ist. Ihr merkt schon: Meine Gedanken haben sich verlagert und sind nicht mehr so sehr bei der momentanen Situation des Schwangerseins, sondern schon viel mit der Geburt beschäftigt. Ich habe aber den festen Vorsatz, das nochmal zu ändern, denn ich weiß aus Schwangerschaft Nr. 3, bei der ich fest davon ausgegangen bin, dass das Kind früher kommt, dass es allen nicht gut tut, wenn ich wochenlang ‚in Bereitschaft‘ bin. Schließlich kam er dann nämlich vier Tage nach Termin…

Nächste Woche treffe ich dann auch meine Hebamme wieder und wir erstellen den Geburtsplan. Habt eine gute Zeit und tanzt schön in den Mai!

Eure Simone

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