Ein Mittwoch, oder zwischen Schulbeginn und Beckenbodentraining

Heute beginnt auch in NRW wieder die Schule. Unsere Wecker klingeln daher erbarmungslos früh und ich fühle mich so richtig matschig, denn im Schlafzimmer war es viel zu warm. Zwei richtig starke Kaffee später sieht die Welt schon besser aus. Wir frühstücken gemeinsam und befüllen die Brotdosen der Kinder. Unser Schulkind hat nun eine extragroße Dose mit mehreren Unterteilungen, sodass neben Broten auch Rohkost und Joghurt reinpassen, denn vor Hunger haben wir hier alle große Angst. Ich bringe den großen Sohn heute zur Schule, da ich das nach über sechs Wochen Pause ganz schön finde. Jan jongliert derweil die anderen Drei und als ich zurück bin, fährt er Richtung Kindergarten und das Babymädchen und ich haben noch ein bisschen Zeit. Ich räume rasch die Küche auf, mache mir noch einen Kaffee und rufe dann endlich, endlich meine Lieblingskollegin zurück, mit der ich schon seit Wochen mal in Ruhe sprechen möchte. Nach einer halben Stunde muss ich dann aber los, denn heute beginnt mein Rückbildungskurs. Ich fahre sehr zeitig, weil ich die Strecke noch nie gefahren bin und da möchte ich nicht hetzen müssen. Aber alles klappt bis auf eine kurze Ehrenrunde einwandfrei und dass ich eingeparkt habe, als wäre ich mindestens halb blind, stört zwar den Kissen-Opa am Fenster, den vorbeischlendernden Mann vom Ordnungsamt aber nicht.

Im Kursraum füttere ich die kleine Tochter und dann geht es auch bald schon los: Eine Hebamme, acht Frauen und acht Babys im Alter von 7 Wochen bis 8 Monate. Der überwiegende Teil der Mütter hat gerade das erste Kind bekommen und ich frage mich, ob ich jetzt automatisch sehr alt und weise auf alle wirke. Jedenfalls erinnere ich mich noch sehr gut daran, dass ich in meinem ersten Kurs nach Kind eins auch eine Frau mit vier Kindern hatte, und ich überhaupt nicht verstehen konnte, wie sie so ruhig und gelassen bleiben konnte, während mich sämtliche Babybelange ins Schwitzen brachten. Der Kurs dauert 75 Minuten und gegen Ende wurden dann die meisten Babys doch sehr unruhig und es wurde ganz schön laut…Sagen wir mal so: Die Stille auf der darauffolgenden Autofahrt fand ich wirklich schön.

Zu Hause hatte ich dann noch ein halbes Stündchen Zeit für Mails und dann stand auch schon das Schulkind vor der Türe. Wir haben in diesem neuen Schuljahr die Betreuungssituation verändert und nun wird nicht mehr auswärts zu Mittag gegessen und auch die Hausaufgaben macht er am heimischen Schreibtisch. Letzteres finde ich super, allerdings braucht es auch hier neue Abläufe und Routine, denn meine flexible Alleine-mit-Baby-Zeit ist jetzt gute zwei Stunden kürzer und auch ans mittags kochen muss ich mich gewöhnen, da wir bisher immer ‚nur‘ abends zusammen gegessen haben.

Am Nachmittag möchten die Mittleren unbedingt Wasserfarben malen und ich staune, wie gut die große Tochter plötzlich mit dem Pinsel umgehen kann und wie gezielt sie ihr Regenbogenbild angeht. Der kleine Sohn verliert nach 2 Minuten die Lust am Malen und nach einer weiteren auch die an der Knete, sodass Jan mit ihm rausgeht. Wir bemalen dann sogar noch ein paar Steine mit Acrylfarbe und dann ist es auch schon Zeit fürs Abendessen und die übliche Bettbringrunde. Auf Instagram hatte ich gestern nach Serientipps gefragt, da ich momentan ohne Serie bin, und gleich schau‘ ich mal nach, was ich davon streamen und mal antesten kann. Habt einen schönen Abend, ich freu mich irgendwie jetzt schon aufs Wochenende. Sind bei euch heute auch wieder Kinder in die Schule gestartet? Oder steht gar die Einschulung morgen bevor?

Eure Simone  

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