Ein Montag, oder zwischen Nebelschwaden und Elternsprechtag

Montagmorgen, es ist dunkel, kalt und für den ganzen Tag ist Regen angesagt. Ich möchte bitte viel lieber… Nein, jetzt nicht jammern, sondern aufstehen. Jan arbeitet heute in Düsseldorf und muss daher sehr zeitig los, sodass wir noch etwas früher in die Woche starten. Aber den Kindern macht das trübe Novemberwetter weniger zu schaffen, denn alles läuft reibungslos. Nachdem alle aus dem Haus sind, bekommt das Babymädchen eine Milch, mir mache ich den zweiten Kaffee und dann gehe ich von Zimmer zu Zimmer und räume ein wenig auf, schmeiße die Waschmaschine an und befülle den Geschirrspüler. In der Zwischenzeit ist meine kleine Tochter eingeschlafen und ich hadere kurz mit mir: Kinderzimmer entstauben oder endlich das vorweihnachtliche Gewinnspiel für den Blog vorbereiten? Letzteres gewinnt und so sitze ich ein Weilchen am Rechner.

Anschließend nutze ich die kurze Regenpause für einen Spaziergang, der uns am Ende zur Schule des großen Sohnes führt, denn heute ist Elternsprechtag und wir haben gleich einen Termin bei der Klassenlehrerin. Aber vorher wird unser Baby von sehr vielen Kindern bestaunt und der große Bruder ist sichtlich stolz auf seine Schwester. Mir ist vor Gesprächen mit Lehrerinnen und Erziehern immer ein wenig mulmig, denn ich finde es seltsam, auf diese offizielle und irgendwie ja doch immer auch beurteilende Art und Weise über meine Kinder zu sprechen und von ihnen zu hören. Mit den Inhalten hat das weniger zu tun als mit der Tatsache, dass ich man hier einen Blick von außen auf die eigenen Kinder präsentiert bekommt und das ist doch irgendwie sonderbar, oder? Aber wir haben in dieser Hinsicht großes Glück, denn wir sind mit der Schul- und Kindergartensituation absolut zufrieden und haben es in beiden Institutionen mit ebenso herzlichen wie kompetenten Pädagogen zu tun. Auch das Gespräch in der Schule ist sehr angenehm und so verlasse ich den Klassenraum zwei Zentimeter größer und ganz schön stolz.

Zu Hause nehme ich die Post in Empfang, wechsle von der Waschmaschine zum Trockner und dann koche ich das Mittagessen für das Schulkind und mich. Danach setzt er sich an die Hausaufgaben, ich trinke noch einen Kaffee und hole die Mittleren vom Kindergarten ab. Es schüttet weiterhin die ganze Zeit und man merkt den Kindern sofort an, dass sie heute nicht draußen waren… Die Stimmung ist irgendwo zwischen fröhlich aufgekratzt und herannahendem Wahnsinn, aber nach einer Stunde geht’s wieder. Am Abend gibt es die ergänzten Reste von heute Mittag, aber irgendwie wollen alle nicht essen, sondern nur möglichst bald fernsehen. Nach mehreren Überzeugungsversuchen willige ich ein, denn gerade kam die Nachricht, dass Jan nicht wie geplant gleich da ist, sondern ein bis zwei Stunden später kommt. Juchhu, das liebe ich ja besonders! Mittlerweile schlafen endlich 3 von 4 Kindern, weiterhin prasseln Regentropfen gegen die Fenster und ich bin müde, müde und nochmals müde.

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