#12von12 im Dezember und der dritte Advent

Heute ist der 12.te Dezember und da gibt es 12 Bilder von meinem Tag. Gesammelt werden die vielen verschiedenen Blogeindrücke bei Draußen nur Kännchen.

Sonntag

Morgen ist St. Lucia, daher eingangs die Karte. Wird das schöne Fest eigentlich nur in Skandinavien und Italien begangen? Ich finde es ja eins der schönsten in der Vorweihnachtszeit, aber so wirklich ‚feiern‘ wir es auch nicht. Apropos feiern: Der Wichtel hatte wohl eine lange Nacht…

Draußen ist es heute fast schon mild, aber grau und es regnet viel. Ich habe genau 0,0 Lust rauszugehen und den anderen geht es ähnlich. Wir trödeln also so durch den Morgen und den Vormittag, irgendwann schält Jan dann mal Kartoffeln fürs Mittagessen.

Aber hilft ja nix! Nach dem Mittagessen gehen wir raus, doch der Spielplatzbesuch wird eher kurz, weil es dann doch immer stärker regnet. Auf dem Rückweg halten wir an einer Bäckerei und kaufen Kuchen.

Die Kinder möchten dann allerdings gar keinen Kuchen, sondern lieber das hier:

Am Nachmittag wird viel gelesen und ein (weiteres) Lego Baumhaus gebaut. Die Haarspangen waren heute im Adventskalender und sind sehr gut angekommen.

Ich bereite Tomaten mit viel Knoblauch, Olivenöl und Gewürzen für das Bruschetta am Abend vor.

Dann bemerke ich, dass der kleine Sohn (der gestern NICHT geimpft wurde) ganz glasige Augen und rote Wangen hat. Seine Stirn ist warm, kurze Zeit später sogar so richtig. Wir messen und tatsächlich: er hat Fieber und es steigt schnell recht hoch. Daher vergesse ich völlig, weitere Fotos zu machen und denke abwechselnd ans Kind und an die kommenden Tage, die jetzt mal wieder umgeplant werden müssen.

Ich wünsche euch einen hoffentlich guten Start in die neue Woche und drückt uns die Daumen, dass die anderen sich nicht anstecken…

Eure Simone

5 comments Add yours
  1. Liebe Simone!
    Immer wenn ich dein Blog lese, freue ich mich – schöne Ideen, tolle Bücherempfehlungen. Heute habe ich mich aber besonders gefreut: du hast mein Lieblingsfest erwähnt, santa Lucia 🙂 In einigen italienischen Städten ist die Nacht von den 12. auf den 13.12. eine magische Angelengenheit- vielleicht fährst du mal mit deiner Bande nach Bergamo, es ist ein Erlebnis. „Hast du schon dein Briefchen geschrieben?“ – jedes Kind wird schon in November von Nachbarn, Verwandten und Freunden gefragt, ob die Wünsche schon aufs Papier gebracht wurden. Und dann, wenn die „letterina“ fertig ist, geht man S.Lucia besuchen: in einer kleinen Kirche in der Innenstadt liegt eine menschengröße Puppe in einer Glasschaukasten, ein schönes lächeldens Mädchen ohne Augen. Vorne ist ein Korb, wo man die letterina lassen kann. Als ich noch ein Kind war, bekam jedes Kind eine Antwort per Post – in Namen von S.Lucia hat der Küster liebevoll geschrieben. Und wie die Vorbereitungen auf DIE Nacht dann waren und sind, schreibe ich dir später (die Arbeit ruft – leider…)
    Liebe Grüße

    Elena

    1. Liebe Elena,
      das klingt so unheimlich schön – ich wusste gar nicht, dass St. Lucia in Bergamo besonders begangen wird. Dort war ich tatsächlich schon einige Male und ich fand die Stadt so unheimlich toll! Es wird mal wieder Zeit und die Kinder würden sicher sehr gerne mit der Zahnradbahn fahren :).

      Ganz lieben Dank für Deine so netten Worte und ich freu mich sehr, wenn Du noch mehr vom Fest und den Vorbereitungen erzählen magst!
      Herzliche Grüße, Simone

      1. Es ist auch unheimlich schön, liebe Simone, so schön, dass auch etwa „größere“ Kinder immer noch mitmachen, selbst wenn sie nicht mehr bei den Eltern wohnen oder nörgeldene Teenie sind.
        Santa Lucia wird von einem Esel begleitet, die Kinder bereiten eine kleine Stärkung für den pelzigen Helfer: auf einen Teller kommen Stroh, Möhren, ein paar Kekse zusammen mit einem Glas Milch. Alles wird in die Nähe eines Fenster oder auf den Balkon gebracht, oft brennt auch eine Kerze daneben, damit die Heilige den „richitgen“ Weg erkennen kann. Und dann alle super früh ins Bett, denn S.Lucia darf man nicht sehen – sie wird sonst Asche streuen, davon wird man blind! An schlafen ist nicht zu denken, denn alle warten auf das Signal: wenn ein Glöckchen klingt, dann ist sie mit ihrem Esel da! Und die Beweise sind unanfechtbar: am nächsten Tag sind die Kekse weg und die Möhren angeknabbert, aber vor allem liegen überall Geschenke. Die bringt man sogar in die Schule, am 13. Dezember ist nicht an Unterricht zu denken 🙂
        Es ist wirklich wunderschön, und ich versuche die Tradition für mein Kind aufrechtzuerhalten. Das bedeutet allerdings, dass bei uns Nikolaus vorbeischaut, eine Woche später s.Lucia und bald ist ja Heiligabend – also ein Geschenk-Overkill für alle… Dennoch ist die blinde Heilige ganz schön clever: in ihren Päckchen sind immer Bücher – und zwar nur auf Italienisch 🙂
        Liebe Grüße aus Frankfurt – und wenn du mal schauen möchtest, wie man in Bergamo die Traditon ernst nimmt, hier ein kurzes Video aus den Prä-Corona Zeiten:
        https://www.youtube.com/watch?v=wbaMhrvlxtU&t=7s

        1. Danke, liebe Elena, fürs Erzählen. Ich stelle mir das wirklich richtig toll und besonders vor und schau‘ mir das Video heute Abend mal an. Aber das mit dem Geschenke-Overkill kann ich mir ebenfalls gut vorstellen: Meine große Tochter hat am 23.ten Dezember Geburtstag und besonders bei ihr ist es dann im Dezember auch immer echt viel…
          Ganz liebe Grüße, Simone

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