Tipps und Ideen für Kindergeburtstage. 3 bis 6 Jahre

Tipps und Ideen für Kindergeburtstage. 3 bis 6 Jahre: Ich habe schon lange vor, einen Blogbeitrag über Ideen für Kindergeburtstage zu schreiben, denn unser ältestes Kind wird dieses Jahr schon 11 Jahre alt und da haben wir so einiges ausprobiert. Ob als Veranstalter oder als Gäste – ich habe eine Menge Ideen, wie sich Kindergeburtstage gestalten lassen und dabei immer zwei Ziele: alle sollen Spaß haben und die Eltern bitte nicht kollabieren, weil sie sich so viel Arbeit machen.

Da so ein Beitrag ganz schön lang werden kann, habe ich mich entschieden, das Ganze aufzuteilen und drei Posts daraus zu machen: zunächst Tipps für Kindergeburtstage für Kindergartenkinder, dann die Grundschulkinder und zu guter Letzt die ganz ‚Großen‘ ab 10 Jahren. Die Übergänge sind hier natürlich fließend, aber ihr könnt ja einfach mal schauen, was für euer Alter gut passt.

Ich werde ab und an Beispiele für konkrete Orte im Ruhrgebiet nennen, aber grundsätzlich sind diese Tipps nicht lokal beschränkt, denn ähnliche Aktionen/Räume/Angebote gibt es sicher auch bei euch in der Nähe!

Kindergeburtstage für Kindergartenkinder

Kindergeburtstage für Kindergartenkinder sind meist die ersten größeren Feiern, die Eltern für ihre Kinder ausrichten und die die Kinder auch selbst besuchen. Dabei ist für mich folgendes Motto wichtig: Weniger ist mehr. Denn wenn sich bspw. fünf Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren treffen, dann braucht es sicher keine ganze Truppe von Animateuren, keine Ponys im Garten und keine Lichtershow, sondern einfach einen guten Rahmen und gerade keinen zu eng getakteten Zeitplan.

Ein Motto ist manchmal auch keine schlechte Idee, hier gab es gelegentlich auch sehr konkrete Wünsche der Geburtstagskinder. Zum Einhorn-Geburtstag geht es hier.

Kindergeburtstage für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Kindergeburtstage für die Kleinsten waren bei uns dann besonders schön, wenn wir eine gute Mischung aus „machen lassen“ und „mitmachen“ gefunden haben. Mit „machen lassen“ meine ich, dass die Kinder häufig selbst die besten Ideen haben, was sie gerade spielen, anschauen oder basteln möchten. Und ich finde, dass man sich da ruhig zurücklehnen darf, denn wenn alle Kinder spielen und gut beschäftigt sind, ist doch alles prima, oder?

Die Geburtstagsfeiern der Kleinsten haben wir immer bei uns zu Hause veranstaltet und das gerne schon am Morgen bzw. am Vormittag, denn unsere Kinder sind vorher immer total aufgeregt. So wird die Wartezeit verkürzt und nach einem möglichen Zuckerschock ist die Zeit bis zum Abend auch noch lang genug, um runterzukommen. So sah unsere Reihenfolge ungefähr aus:

Kindergeburtstage (in den eigenen vier Wänden) ausrichten

Kindergeburtstage in den eigenen vier Wänden ausrichten, kann eine Herausforderung sein. Tipp 1: räumt alles aus den Zimmern, was nicht rumfliegen/ausgeräumt/bespielt werden soll. Sonst hat man am Abend evtl. eine große Kleinteilsuche vor sich…

  • 11 Uhr die Kinder kommen an, alle schauen sich in Ruhe um, es werden Geschenke überreicht und wenn alle da sind auch ausgepackt.
  • Brötchen für alle! Dazu Rohkost und Getränke
  • Freies Spiel (im Idealfall draußen) und ein begleiteter Basteltisch für die anderen. So können alle abwechselnd rumtoben, die anderen basteln Masken, bemalen Steine, kleben Bilder aus Filzteilen, basteln ein einfaches Fensterbild – alles je nach Alter und Interesse. Hier habe ich immer auf Vorbereitung gesetzt, sodass ich alle Materialien am Abend vorher zusammengestellt habe und den Tisch dann nur schnell aufbauen musste.
  • Gemeinsame Spiele – hier kommt es natürlich sehr auf die räumlichen Möglichkeiten an, also was kann man drinnen machen, gibt es einen Garten, einen Spielplatz oder Schulhof gegenüber? Wir haben immer versucht, viel Bewegung einzubauen, also Stopptanz bspw. ist super, irgendwas buddeln, um einen Schatz zu finden oder auch Klassiker wie Topf schlagen – sofern die Kinder schon rechts und links unterscheiden können. Und noch ein Tipp: man kann auch besondere Spiele leihen und das muss keine Hüpfburg sein. Es gibt bspw. auch einen heißen Draht oder was bei uns immer super ankam: riesige Lego-Steine zum Bauen und Umschmeißen :). Im Ruhrgebiet bspw. bei der Spülkiste Wattenscheid.
  • Freies Spiel und eine zweite Bastelaktion, wo gerne auch etwas entsteht, das die Kinder im Anschluss mitnehmen können. Da hatten wir bspw. selbst bemalte Postkarten, den Anfangsbuchstaben von jedem Kind aus Pappe, der bemalt und beklebt werden konnte, oder auch Armbänder, die aufgefädelt wurden.
  • Kuchen und/oder Mittagessen: Bei uns gab es dann im Anschluss oder auch schon zum Abschluss meist ein einfaches Mittagessen und danach noch Kuchen, damit die Kinder ‚was ordentliches‘ im Bauch haben, bevor die Eltern sie dann wieder abholen. Meist Hot Dogs oder Nudeln mit zweierlei Soßen im Angebot. Danach dann der Geburtstagskuchen, der hier nie fehlen darf, ist ja klar.
  • Mitgebsel: ich muss gestehen, dass ich kein großer Fan überfüllter Mitgebsel-Tüten für die Gäste bin, denn irgendwie muss man doch nicht immer was ‚schenken‘ und häufig ist es dann ja auch Kleinkram, der rumfliegt. Einen Bleistift finde ich gut oder irgendwas anderes, dass man echt brauchen kann. Ansonsten gibt es bei uns eben das mit, was gebastelt wurde und meist auch noch eine kleine Süßigkeit, aber eben keinen dicken Beutel voll. (Und niemals: Pfeifen oder Rasseln. Aus Gründen.)
  • Gegen 14 Uhr: Abholung der Kinder
Tierpark Bochum

Kindergeburtstage auslagern

Auch mit Kindergartenkindern muss man natürlich nicht zu Hause feiern und es gibt sicher überall tolle Orte, an denen sogar „Kindergeburtstag-Komplettpakete“ gebucht werden können. Meist richten sich diese eher auf Kinder ab 5 Jahren, aber da gibt es sicher auch Ausnahmen. Folgendes haben wir erprobt:

  • Spielplätze, Schulhöfe, Parks nutzen, um für Auslauf zu sorgen oder eine Rallye/Schnitzeljagd zu veranstalten
  • Viele Museen bieten Mitmach-Geburtstage an: Erlebnisführungen oder Kreativaktionen bspw.. Oder auch Kreativ-Ateliers für Kinder, Kunstschulen usw. haben da Angebote.
  • Einen Bastelbus bestellen, der zu euch kommt.
  • Naturführer/Naturpädagogen, die Wildnis- oder Naturgeburtstage anbieten
  • Tierparks und Zoos: dort gibt es häufig auch schöne Angebote – wir hatten im Tierpark Bochum auch schonmal Schlangen auf dem Arm (s.oben)
  • Bauernhöfe haben auch nicht selten ein Angebot für Kindergeburtstage
  • Wanderungen/Spaziergänge mit Eseln, Alpakas oder Ponies
  • Trampolinhallen, Indoorspielplätze, Indoor-Strände, Indoor-Sportangebote… für mich eher purer Stress, aber das ist ja eine Typfrage
  • Schwimmbäder und/oder Freizeitparks gehen bestimmt auch, aber das wäre für mich ebenfalls eher nichts. (Und ich würde mich mit Nichtschwimmern oder Schwimm-Anfängern da auch nie hinwagen.)

So, das war der erste Teil meiner Ideen für Kindergeburtstage. Ihr seht schon: Gerade bei den Tipps, die woanders stattfinden, sind die Übergänge zu den Altersstufen für ältere Kinder fließend. Ich hoffe, der Beitrag ist für manche nützlich und hilft bei der Ideenfindung!

Wo habt ihr denn bisher gefeiert und welche Tipps habt ihr noch auf Lager?

In Teil 2 wird es dann um die Kindergeburtstage für Kinder im Grundschulalter gehen… Und wer schon einen Vorgeschmack auf einen Geburtstag für ältere Kinder haben möchte: hier geht es zur Harry Potter-Party.

4 comments Add yours
  1. Oh toll, was für ein schöner Beitrag.
    Ich plane gerade ein wenig den ersten richtigen Kindergeburtstag(in einem halben Jahr dann zum 4.) und finde die Ideen und Tipps sehr hilfreich.
    Bin schon ganz gespannt auf die weiteren Beiträge.
    Liebe Grüße
    Anne

  2. Super Ideen und wichtige Anregungen, vielen Dank! Hier in Norwegen müssen immer alle Jungs bzw. Mädchen in der Kiga-Gruppe oder Klasse eingeladen werden, dafür folgen die meisten dem gleichen Konzept: 1,5-2 Stunden Dauer, traditionell immer Hot Dogs oder Pizza und später Kuchen. Wenn das Wetter es zulässt, feiern wir seit Corona meist auf Spielplätzen. Ich persönlich mag kein Auspacken in großer Runde, habe das auch schonmal in die freie Spielzeit gelegt und dann hat das Geburtstagskind die Geschenke einzeln mit dem jeweiligen Gast in der Küche ausgepackt 🙂

    1. Liebe Annette, das ist ja interessant und war mir bisher vollkommen unbekannt. Aber echt spannend, dass es da in Norwegen so eine ganz andere Herangehensweise gibt. Klingt für mich auf den ersten Blick sehr fair und prima, dass keiner sich irgendwie ‚überbieten‘ muss. Das mit dem Auspacken in großer Runde ist schon so eine Sache, das stimmt… bisher hat es sich bei uns immer so ergeben und einmal wurde es komplett übersprungen, weil die Kinder was ganz anderes im Sinn hatten 🙂

      Viele Grüße, Simone

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