#hunderttagebuch: 35 von 100. Von unserem neuen Alltag

Gestern fragte mich eine Freundin, wie ich das eigentlich durchhalte, mit dem täglichen bloggen, denn sie sei abends oft viel zu müde für irgendwas. Ich muss gestehen, dass ich sie sehr gut verstehe und genau heute ist so ein Abend, an dem ich lieber nicht schreiben, sondern nur noch in meinem liebsten grünen Sessel sitzen möchte. Aber mir war vor Beginn des Tagebuchs ja klar, dass solche Tage nicht selten sein würden und jetzt möchte ich gern beenden, was ich angefangen habe. Und an den meisten anderen Tagen macht es mir wirklich großen Spaß.

Kindertaxi

Heute war ich u.a. ein Taxi, denn ich habe alle Kinder weggebracht, später dann in zwei Runden abgeholt und am Abend ging es nochmal los, um die große Tochter bei einer Freundin einzusammeln. Für viele Leser:innen mag das gar nicht ungewöhnlich sein, aber eigentlich teilen Jan und ich uns die Fahrten, so wie wir uns auch in Sachen Arbeit und Haushaltsdingen aufteilen bzw. abwechseln. Seit dem Sommerurlaub ist das jedoch anders, denn er arbeitet sehr viel, ich übernehme sozusagen den Rest und das bringt mich manchmal ganz schön an meine Grenzen. Aber er ist nun mal in der ‚Medienbranche‘, hat viele Jobs und Gelegenheiten durch die Pandemie verloren und da geht zurückstecken gerade gar nicht. Das ist ok für mich, denn lange Zeit war es bei uns genau umgekehrt.

Aber an manchen Tagen bin ich vom Kinderkümmern, Staub saugen, mal eben die Waschbecken sauber machen, noch was einkaufen, kochen, an Gummistiefel denken, Büchereibücher verlängern, Wäsche usw. so eingenommen und erledigt, dass ich mich frage, wer eigentlich all die Texte lesen und bearbeiten soll, die am Rechner auf mich warten.

Und so ist es wohl auch mit einem Onlinetagebuch: Ich wollte euch nämlich eigentlich etwas ganz anderes von diesem Tag erzählen, aber nun plaudere ich hier so übers aktuelle Leben an sich und das ist auch gut, denke ich.

Und jetzt möchte ich ein Bier und nichts mehr tun. Ich wäre nämlich wahnsinnig gerne die, die sich abends eine Yogarunde ‚gönnt‘ und das dann als zufriedene Zeit für sich abspeichert. Bin ich aber so gar nicht, denn das, was mich wirklich entspannt sind Serien, Chips und Bier – und keine Sorge, meistens ist es alkoholfrei.

Bis morgen, wenn ihr mögt…

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