#erstefragen 03

Macht ihr Euch eigentlich gerne Gedanken über euch selbst? Über das Gestern und über das, was morgen vielleicht kommt? Darüber, wie man früher mal war, was man alles getan und was man vielleicht besser gelassen hätte? Die wunderbare Nic, deren Blog luziapimpinella ich sehr gerne lese, hat bis Anfang Dezember mit ihren #fünffragenamfünften allmonatlich dazu beigetragen, dass ich mir mal wieder Zeit für genau solche Gedanken genommen habe. Da Nic nun aber leider – nach zwei Jahren – ihre Blog-Fragerunde beendet hat, möchte ich gerne mit #erstefragen an ihre Idee anknüpfen und dachte mir das so:

Jeweils am Ersten eines Monats stelle ich hier auf dem Blog die Fragen ein, die dann jeder/r, die oder der möchte, beantworten kann. Dabei ist nicht festgelegt, um welche Themen es gehen wird und auch die Zahl der Fragen ist flexibel. Beantworten könnt ihr die Fragen auf Euren Blogs und verlinkt das Ganze dann hier in den Kommentaren, oder ihr hinterlasst eure Antworten direkt in den Kommentaren unterhalb des Beitrags.

Hier kommen die Fragen (und meine Antworten folgen sehr bald) für den 01. März 2020. Und jetzt bin ich so, so gespannt auf Eure Antworten! Los geht’s…

  1. Mit wem teilst Du Geheimnisse?

Mit meinem Tagebuch und mit Jan.

2. Machen die derzeitigen politischen Entwicklungen Dich nervös und stellst Du Veränderungen Deines alltäglichen Verhaltens fest?

Es kommt sehr darauf an. Die Rechten machen mich manchmal nervös, aber vor allem auch fassungslos. Die Coronapanik halte ich für sehr übertrieben, aber natürlich wird auch hier die Zeit zeigen, wer recht hatte. In diesen Tagen finde ich die Bilder aus Griechenland so erschütternd und habe weiterhin das Gefühl, zu wenig über die global politischen Zusammenhänge zu wissen, um genau zu verstehen, wie man die Situation langfristig verändern kann. Insgesamt habe ich oft das Gefühl, dass jegliche Form von Leichtigkeit aus dem öffentlichen Leben verschwindet, und das macht mich wirklich fertig.

3. Wie reagierst Du auf Stresssituationen? Wirst Du eher ruhig oder hektisch? Kannst Du es irgendwie umwandeln bzw. damit umgehen?

In alltäglichen Stresssituationen werde ich oft hektisch, aber dann, wenn es wirklich ernst wird, werde ich ganz, ganz ruhig und setze (auch gedanklich) einen Schritt vor den nächsten.

4. Gibt es bestimmte Rituale in der Generation Deiner Großeltern und Eltern, die Du bewahren möchtest?

Eigentlich ist es eher so, dass wir neue Rituale erschaffen haben bzw. alte Rituale aufleben lassen, die in meiner Familie zwar auch eine Rolle gespielt haben, aber keine besonders große. Wir feiern Fest- und Feiertage gebührend und teilweise mit bestimmten Gepflogenheiten, weil das für die Kinder besonders schön ist.

5. Welchen Beruf, der Deinem nicht ähnelt, würdest Du gerne einmal richtig kennenlernen?

Mmh, wäre ich nicht Literaturwissenschaftlerin geworden, dann hätte ich wahrscheinlich Jura studiert. Aber ob ich es da bis zum Beruf gebracht hätte? Eine Zeitlang war der Dienst im Auswärtigen Amt ein großer Traum, aber beide Jobs habe ich tatsächlich schon ein wenig kennenlernen dürfen.

6. In welchem Land könntest oder würdest Du gerne leben?

Das ist keine ganz leichte Frage, denn durch die Kinder sind so Dinge wie Betreuung, Schul- und Gesundheitssystem sehr wichtig geworden. Früher wollte ich immer eine Weile in den USA leben, aber die schiere Zahl der Schusswaffen (und vieles mehr) ist ein Grund dagegen. Kanada könnte ich mir vorstellen, denn was für Meghan und Harry gut ist… Aber ansonsten: Italien, immer und immer wieder Italien. Für einen begrenzten Zeitrahmen könnte ich mir viele Länder in Europa vorstellen, aber auch Australien hat seinen Reiz – es scheitert bei uns dann aber doch immer wieder an der realistischen Umsetzung (und Finanzierbarkeit) einer solchen Idee.

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