Ein Mittwoch, oder: zwischen Wartezimmer und Salbeitee

Der Tag beginnt früh, zunächst noch dunkel, aber dann wird er immer strahlender. Drei von vier Kindern sind heute wieder außer Haus und die kleine Tochter wird von Jan betreut, damit ich arbeiten kann. Seitdem wir Kinder haben, läuft das eigentlich immer genau so ab: Wir diskutieren, sprechen und streiten darüber, wer arbeiten kann oder muss, wenn es nur einem von uns beiden möglich ist. Denn jeden Tag aufs Neue muss dann abgewogen werden, wessen Schreibtisch lauter ruft und wer die dringlicheren Dinge zu erledigen hat. Wenn Jan einen Job auswärts hat, übernehme ich natürlich, aber wenn er zu Hause arbeiten müsste, bin häufig ich es, die arbeiten ‚darf‘.

Ich kümmere mich um Mails, die Koordination einer Buchsache und um Seminarvorbereitungen. Am späten Vormittag habe ich dann einen Arzttermin in der Innenstadt und merke plötzlich, dass ich wirklich lang nicht mehr hier war. Beinah alle Menschen in der Fußgängerzone tragen Masken und in der Praxis ist das sowieso gut geregelt. Ich habe nur einen Kontrolltermin und alles ist in Ordnung, sodass ich zum Mittagessen mit dem großen Sohn wieder zu Hause bin. Anschließend lese ich noch zwei Aufsätze und dann ist es auch schon Nachmittag und alle Kinder sind wieder da. Da der Himmel noch immer herrlich blau und das Licht heute wirklich fantastisch ist, drehen wir noch eine Runde zum Eiswagen, der hier im Ort noch immer geöffnet hat. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt schon über uns, als wir Erdbeer, Schokolade und Vanille essen, und das ist schon irgendwie eigenartig.

Nach dem Abendbrot falte ich noch die Wäsche (mache ich alle 2 Tage) und dann geht’s für die Kinder ins Bett. Ich habe mir jetzt eine Kanne Salbeitee gekocht und da ich nicht abstille, wisst ihr, was das bedeutet: kratzen im Hals und da will ich mal schnell gegensteuern.

Ich hoffe, es geht euch allen gut und wir lesen uns sicher bald wieder!

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